Letzte Aktualisierung dieser Seite: 3. Juni 2010
38 Jahre Aktionsgemeinschaft Friedenswoche (friwo)
Die friwo hat oftmals Rahmenbedingungen geschaffen, die Bürgerinnen und Bürger, junge und alte, Gruppen und Organisationen selbständig und gemeinsam ausfüllen konnten. Es geht um kreative Lern- und Handlungsprozesse für mehr Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bzw. um Mitgestaltung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort und bundesweit bzw. international vernetzt.
- 1972
1. Friedenswoche in Deutschland unter dem Motto „Friede ist mehr als kein Krieg“ in Anlehnung an die holländische Vreedesweek. - 1973
Vereinsgründung und Einrichtung des Friedensbüros an der Ritterstraße mit einer Einsatzstelle für Zivildienstleistende.
2. Friedenswoche „Friede auch bei uns“. - 1974
Beginn einer langjährigen Unterstützung der Kindergruppe „Juxbude“ und der Kinder- und Jugendarbeit der Projektgruppe Bahnhofskaserne (Probaka). - 1975
Beginn der Kooperation mit dem Internationalen Freundschaftsheim Bückeburg (Regionale Friedensarbeit Minden-Schaumburg, Sozialer Friedensdienst , Forschungsstelle). - 1976
Gründung des Politischen Bildungswerks Minden und der Heimvolkshochschule Alte Molkerei
Frille nach dem Nordrhein-Westfälischen Weiterbildungsgesetz (WBG). - 1978
Mitgründung der Notgemeinschaft Obere Altstadt, in der Folge: Organisation großer Altstadtfeste, Verkehrsberuhigung in der Oberen Altstadt. - 1979
5. Mindener Friedenswoche „Kinder und Jugendliche – Menschen zweiter Klasse!?“, Gründung eines Arbeitskreises zu alternativen Schulmodellen, aus dem die Gesamtschulinitiative hervorgeht.
Beteiligung am Hungerstreik gegen den Nachrüstungsbeschluss. - 1980
Beginn der Ausbildungen für FriedensarbeiterInnen im Internationalen Feundschaftsheim Bückeburg in Kooperation mit der Friwo („Mindener Modell“).
Gewaltfreie Aktionen der GlacistrommerInnen an Mindener Militäranlagen.
Bundesweite Organisation von Friedenswochen bzw. Friedensdekaden durch Aktion Sühnezeichen. - 1981
Offizielle Bezeichnung des durch die Verkehrsberuhigung gewonnen Platzes vor der friwo als „Friedensplatz“. - 1983
Friedensbeschluss der Stadt Minden gegen Hochrüstung und für Kommunale Beteiligung an der Blockade gegen das Atomwaffen-Lager Liebenau mit der Nienburger Friedensbewegung.
Beschluss der Stadt Minden „Atomwaffenfreie Zone“. - 1984
Herausgabe des Informationsdienstes „Friedensbote“ für die Region Mittelweser. - 1985
Kreisfriedensbeschluss u. a. mit Zusage zur Unterstützung Sozialer Verteidigung. - 1989
Mitbegründung des Bundes für Soziale Verteidigung mit Überlassen von Geschäftsräumen im „Treffpunkt“. - 1990
Exkursion nach Weißrussland nach dem Vorbild der Nienburger und Anbahnung einer Städtepartnerschaft mit Grodno. Beginn der Aktivitäten für die Kinder von Tschernobyl, Hilfstransporte, Ferien in Deutschland, Schulpartnerschaften, Projektunterricht im Oberstufen-Kolleg Bielefeld „Solidarität mit den Kindern von Tschernobyl“. - 1996
Initiierung des 1.Weltweiten Projekttags der Solidarität der Unesco-Projektschulen am 26. April 1996 „10 Jahre nach Tschernobyl“ gemeinsam mit dem Oberstufen-Kolleg Bielefeld und mit Aktionen auf lokaler Ebene „Förderpreis Konziliarer Prozess“ – Auszeichnung durch die Evangelische Landeskirche von Westfalen. - 1998
2.Weltweiter Projekttag der Schulen „50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, gemeinsam mit dem Oberstufen-Kolleg Bielefeld, koordiniert vom Projektbüro der friwo, wieder mit einem lokalen Projekttag. - 2000
3. Weltweiter Projekttag der Solidarität „Nachhaltige Entwicklung – Unterwegs zu einer Kultur des Friedens“ gemeinsam mit dem Oberstufen-Kolleg Bielefeld, koordiniert vom Projektbüro der friwo. - 2002
4. Internationaler Projekttag der deutschen Unesco-Projektschulen „Kulturen begegnen sich – weltoffen“ mit zahlreichen Schulen aus dem Kreis Minden-Lübbecke.
Beginn des Freiwilligendienstes in der friwo, Förderung durch die Robert Bosch Stiftung. 2003 - 2004
5. Internationaler Projekttag der deutschen Unesco-Projektschulen „Lebenselixier Wasser – Probleme, Konflikte, Chancen“ wieder mit vielen Schulen und Gruppen aus dem Kreis Minden-Lübbecke, Solidarität mit Wasserprojekten in Mtae (Tansania) und Sabarkantha (Indien), Förderung durch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). - 2005
Anerkennung des Eine-Welt-Dorfes als „Zukunftsprojekt NRW“ und Offizielles UN-Dekade- Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Kooperation mit der Uni Bielefeld, Fachbereich Pädagogik mit Praktika im Eine-Welt-Dorf. - 2006
„Aktion Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Opfer des Naziregimes – Beginn von Ausstellungen, Vorträgen und kulturellen Veranstaltungen der Erinnerungsarbeit.
6. Internationaler Projekttag der deutschen unesco-projekt-schulen unter dem Motto „Lebens(t)raum Sport – fit, friedlich, fair, für eine Eine Welt“ mit 500 Schülerinnen und Schülern auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule.
Gründung des Netzwerkes „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt (BOA) gemeinsam mit dem Bildungswerk und Forum (BF).
Anerkennung der BOA als Offizielles UN-Dekade-Projekt.
Mitorganisator von mehreren Demonstrationen in Minden gegen Neo-Nazis gemeinsam mit anderen Organisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Stadt. - 2007
Sommerfest in der Oberen Altstadt „Mit allen – für alle“ mit über 3.000 Besucherinnen und Besucher.
Weitere Verlegung von Stolpersteinen. - 2008
Gemeinsam mit dem Ökumene-Ausschuss des Kirchenkreises zwei Politische Nachtgebete zu den Themen „Kinder und Jugendliche“ und „Erwerbslose“ in der Oberen Altstadt. 7. Internationaler Projekttag der deutschen unesco-projekt-schulen „Nebeneinander-miteinander- Heimat finden“. Wie viel Integration brauchen wir?“ - 2009
Auszeichnung Mindens als 10. Stadt der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (http://www.dekade.org).
5 Tage der Offenen Tür im Eine-Welt-Dorf.
2. Sommerfest in der Oberen Altstadt „Mit allen – für alle“ gemeinsam mit dem Info-Zentrum 3. Welt.
Politisches Nachtgebet zum Thema „Älterwerden in Minden“.
Weitere Verlegung von Stolpersteinen in Minden (inzwischen 54). - 2010
8. Internationaler Projekttag der deutschen unesco-projekt-schulen unter dem Motto „Unser Handeln – unsere Zukunft“ (http://www.ups-schulen.de)
4. Politisches Nachtgebet „Wir in Bärenkämpen – Ein Stück Heimat…“.
Weitere Verlegung von Stolpersteinen.
Einrichtung der Arbeitsstelle „Koordination - Minden – Für Demokratie und Vielfalt“.
Einrichtung der Arbeitsstelle Nachhaltige Bildungslandschaft Minden.
Vorbereitung des Tags der Offenen Tür „Religionen begegnen sich“ im Eine-Welt-Dorf.
Vorbereitung des Stadteilführers Obere Altstadt. Weitere Informationen siehe auch http://www.eine-welt-dorf.de u. http://www.boa-netzwerk-minden.de
„Kinder, Kunst und Solidarität“
Bau eines „Eine Welt-Dorfes“ auf dem Schulhof der Königschule gemeinsam mit der Juxbude und mehreren Mindener Schulen als Beitrag zum Interkulturellen Lernen, Förderung durch das Land NRW.
3. Bundessieger im Wettbewerb „Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement“.
Preis der Stadt Minden für ehrenamtliches Engagement.
Weitere Verlegung von Stolpersteinen.
